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Ninuki

"Ninuki" ist eine traditionelle Form des "Renju" (Fünf-in-der-Reihe mit diversen Sonderregeln, um eine Chancengleichheit zwischen anziehendem und nachziehendem Spieler zu erreichen), die in Japan in der Zeit von 1923-1940 populär war. Aus nicht näher überlieferten Umständen hat Reinhard Spode genau diese Variante (unter Dutzenden, allerdings ohne die Regeln 4-6 und mit einer Ungenauigkeit in Regel 2) aufgegriffen und in Go-Spieler-Kreisen verbreitet. Diese Mühe soll nicht unbelohnt bleiben und so wird Ninuki (u.a.) auf dem Vielseitigkeitsturnier in Hannover gespielt.

Obwohl Ninuki (regeltechnisch) einfacher als Renju ist, gibt es doch eine beachtliche Zahl von Regeln zu beachten:

Regel 1: Ninuki wird von zwei Spielern auf einem 19x19-Go-Brett gespielt  Ein Spieler spielt die schwarzen Steine, der anderen die weißen Steine. Es wird abwechselnd auf den Schnittpunkten gespielt, Schwarz fängt auf Hoshi (Zentrum des Spielbrettes) an.

Regel 2: Der Spieler gewinnt, der als erstes genau fünf seiner Steine in einer ununterbrochenen horizontalen, vertikalen oder diagonalen Reihe erreicht oder der als erstes 5 Paare von Steinen fängt.

Anmerkung: Es müssen genau fünf Steine sein. Sechs Steine gewinnen nicht.

Regel 3: Zwei horizontal, vertikal oder diagonal aneinandergrenzende Steine einer Farbe werden geschlagen, wenn sie durch einen Satz der anderen Farbe dann an beiden Enden von der anderen Farbe umschlossen sind.

Anmerkung: Selbstmord gibt es nicht. Steine können nur aktiv geschlagen werden. (Und das trotz Intervention einer gewissen Dame.)

Regel 4: Der schwarze Spieler darf zu keinem Zeitpunkt des Spiels einen Zug machen, der einen Doppeldreier erzeugt, es sei denn, er schlägt gemäß Regel 6 ein Paar.

Anmerkung: Dies gleicht den Anzugsvorteil von Schwarz aus.

Und dann gibt es noch die Regeln, die eher selten zur Anwendung kommen:

Regel 5: Wenn ein Spieler das fünfte Paar schlägt und dadurch eine Kette von mehr als 5 Steinen so teilt, dass 5 Steine des Gegners ununterbrochen entstehen, so endet die Partie unentschieden.

Anmerkung: Also kann man aktiv dem Gegner zum Sieg verhelfen, wenn man dies tut und dabei noch nicht das fünfte Paar schlägt.

Regel 6: Wenn ein Spieler fünf in der Reihe erreicht, aber der Gegner im Folgezug ein Paar schlagen kann und dadurch die Fünf zerstören kann, so gewinnt die Fünf nicht, wenn der Gegner dies tut.

Anmerkung: Dies gewinnt Bedeutung, wenn der Gegner schon vorher vier Paare geschlagen hat.

Varianten/Geschichte

Ralf Gering war so freundlich, weitere Informationen zu Ninuki beizusteuern:

Es gibt Quellen, die für Ninuki ein 15x15-Brett vorschreiben. Wahrscheinlich wurde Ninuki auf dem 19x19-Brett erfunden und später auf dem 15x15-Brett gespielt.

Das Spiel soll von dem japanischen Renju-Profi Katsukiyo Kubomatsu (8. Dan) Anfang der 1920er Jahre aus dem "Chosen Gomoku" ("Koreanisches Gomoku") entwickelt worden sein, das in Korea "Omok" heißt. Die stärksten Ninuki Spieler waren Y. Murashima und Kizan Kubomatsu (Renju-Profi, 9. Dan).

Es ist strittig, ob nur Schwarz keinen Doppeldreier spielen darf oder ob dies für beide Farben gilt. Ebenfalls gibt es Zusatzregeln, die das Bilden eines Doppeldreiers zulassen, wenn dadurch ein gegnerischer Fünfer verhindert wird oder aus einem gegnerischen Fünfer ein Paar herausgeschlagen wird.

Links

Renju auf Wikipedia

Ninuki Renju auf Wikipedia